Glossar

Replikation (ETF)

Das Wichtigste in Kürze

Art und Weise, wie ein ETF die Wertentwicklung seines Referenzindex nachbildet – entweder durch den direkten Kauf der Indexwertpapiere (physisch) oder über ein Tauschgeschäft mit einer Gegenpartei (synthetisch).

Bei der physischen Replikation kauft der ETF die Indexbestandteile direkt: vollständig (alle Titel in exakter Gewichtung) oder als Sampling (repräsentative Auswahl). Bei der synthetischen Replikation hält der ETF ein Trägerportfolio und tauscht per Swap-Vereinbarung mit einer Bank die Rendite dieses Portfolios gegen die exakte Indexrendite. Die Wahl der Replikationsmethode beeinflusst Transparenz, Gegenparteirisiko und Kosten: Physische ETFs gelten als transparenter; synthetische ETFs können bei bestimmten Indizes (Rohstoffe, Geldmarkt, US-Aktien wegen Quellensteuervorteilen) kostengünstiger sein. UCITS-Vorschriften begrenzen das Swap-Gegenparteirisiko auf maximal 10 % des Fondsvermögens.

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